Hochwasserschutz für Erding

Ortsteile Altenerding, Langengeisling, Bergham/ Aufhausen

Hochwassersituation Juni 2013 in Bergham/Aufhausen Bild vergrössern Hochwassersituation Juni 2013 in Bergham/Aufhausen

Die drei Ortsteile der Stadt Erding Altenerding, Langengeisling Bergham/Aufhausen waren stark vom Hochwasser Juni 2013 betroffen. Unmittelbar danach wurde mit den Hochwasserschutzplanungen begonnen. Dabei wurde zuerst die Möglichkeit eines Schutzes durch Mauern und Deiche in Erwägung gezogen. Da diese Bauweise zumindest in Altenerding nur mit großen Eingriffen in die Uferbereiche (Baumbestände) und Privatgrundstücke möglich ist, wurde nach Alternativen gesucht. Es stellte sich heraus, dass der Hochwasserschutz für das gesamte Stadtgebiet prinzipiell auch durch ein großes Hochwasserrückhaltebecken zwischen Wörth und Niederwörth geschaffen werden kann. Nach Rücksprachen mit der Stadt Erding und der Gemeinde Wörth wurde diese Möglichkeit ebenfalls einer genauen Prüfung unterzogen.

Um die beiden Möglichkeiten bewerten und abwägen zu können, waren umfangreiche Voruntersuchungen notwendig. Mit einer vorgezogen Baugrunduntersuchung wurden Projektrisiken in Bezug auf die bekanntermaßen schwierigen Bodenverhältnisse ermittelt. Mit der Vergabe faunistischen Untersuchungen und dem Vergleich von Planungsvarianten unter Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Vorgaben wurden naturschutzfachliche Belange bereits vor der Variantenfestlegung geprüft und in einer Umweltverträglichkeitsstudie bewertet.

Beim Vergleich der Vorentwürfe der zwei Varianten wurde anhand der bisher zur Verfügung stehenden Daten und Ergebnisse festgestellt, dass die Variante Hochwasserrückhaltebecken bei Niederwörth der Variante linearer Ausbau (Bau von Mauern und Deichen) vorzuziehen ist.

Aktueller Sachstand April 2018

Um die möglichen Auswirkungen eines Hochwasserrückhaltebeckens auf das Grundwasser beurteilen zu können, wurde ein Grundwassermodell erstellt

Da die vom Wasserwirtschaftsamt für die Vorplanung verwendeten Daten für die Hydraulik nicht mehr den aktuellen Vorgaben entsprachen, wurde von einem qualifizierten Ingenieurbüro ein neues hydraulisches Modells für die Sempt und deren Nebengewässer erstellt. In diesem Zusammenhang wurden die Sempt, die Schwillach, der Saubach und der Eittinger Fehlbach neu vermessen. Die für die Beurteilung des Hochwasserrückhaltebecken erforderlichen hydraulischen Daten liegen nun vor. Derzeit werden anhand des vorliegenden Modells alternative Lösungen untersucht.

Inzwischen liegen die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung für die Dammstrecke des potentiellen Hochwasserrückhaltebeckens vor. Demnach ist der von Seiten der Bürger als problematisch erachtete durchgehende Einbau einer Spundwand nicht notwendig.

Alle neuen Ergebnisse werden nun beim Runden Tisch am 23.04.2018 mit den betroffenen Kommunen diskutiert.


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